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Stark vereinfachte Gliederung der Epochen in Kunst und Architektur Die Architektur der Romanik des 11. bis 12. Jahrhunderts zeichnet sich aus durch Rundbögen und Massive Bauweise (Festungsmauern und Säulen) Die Gotik datiert architektonisch je nach Betrachtung auf eine Zeit in der Spanne des 12. bis 16. Jahrhunderts. Gotische Plastik und Malerei lassen sich wegen fliessender Übergänge zu anderen Stirichtungen zeitlich nicht so leicht eingrenzen. Die Renaissance im 15. – 16. Jahrhundert, gesehen als die Wiedergeburt des antiken Geistes, bringt Elemente der Antike in den Vordergrund. Dies zeigt sich bei Skulpturen, Malereien oder Bauten ebenso wie in der Literatur dieser Zeit. Eine Spätform der Renaissance ist der Manierismus des 16. Jahrhunderts, wie man ihn dem späten Michelangelo zuschreibt Zwischen 1600 und 1700 inszeniert sich der Barock, dessen Entwicklung am Übergang zu fast schon dekadenter Verspieltheit in die Zeit des Rokoko Mitte des 18. Jahrhunderts führte. Die Rückbesinnung auf das klassische Altertum erfolgte ab der zweiten Hälfte des 18. Jh im Klassizismus, einem Versuch, Altgriechische Elemente wieder aufzunehmen und die Architektur zu klareren Linien zurückzuführen. Verträumt und oft realitätsfremd zeigt sich die Romantik Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts und läuft eine Zeit lang parallel zur meist verklärenden Richtung des sogenannten Historismus, dessen Wurzeln in Verbindung mit dem Aufkommen von "fundiertem Halbwissen" über ferne Länder und Kulturen zu sehen ist. Nachgeahmt wurde Alles, was herging. Bereits Dagewesenes, Beschriebenes aus anderen Kulturen, Fremdes wurde europäisiert und irgendwie passend gemacht. Man zeigte weltmännisch, wie offen man mit Einflüssen fremder Kulturen unzugehen verstand. Ab ca 1830 schlug das Pendel dann wieder in die andere Richtung. Modern wurden Darstellungen nahe dem Objekt. Der Versuch einer möglichst kopiegleichen Wiedergabe schuf den Realismus. Das Bemühen um emotionsfreie Darstellungen überdauerte wenige Jahrzehnte bis mit dem Impressionismus um 1860 der Schritt in eine neue Richtung begann, und die Malerei ins 20. Jahrhundert führte. Die Architektur verschrieb sich um die Wende vom 19. zum 20. Jh dem Jugendstil Mit betont geschwungenen Formen und Linien sowie ornamentreichen Blumenteppichen wurde gegen Symmetrien aufbegehrt und eine heute noch gern gesehene Gelöstheit machte sich breit. Gut erhaltene Jugendstilvillen gehören mancherorts zu stilprägenden Highlights gegenwärtiger Ortsbilder und verkörpern den Wohlstand der Gründerzeit und der Belle Epoche in vielen Städten. |
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